Pages to the People

Fortsetzung unserer Reiseberichte...

Also unser bisheriger Blog ist voll und Sabrina hat uns einen neuen eingerichtet. Grosses Merci Sabi.

Wir bitten Euch ab sofort auf diesem neuen Blog unsre Nachrichten zu lesen. Auch sind wir danbar für die Einträge im neuen Gästebuch.

Danke für das Verständnis

Greetings from Vreni and Röbi

Balance-Rock

Vulkan-Gebirge

Unser Wallaby vor der Moteltüre

Das saftige Grün im Regenwald

Wasserfall im Regenwald. Diese Jahr hat es besonders viel Wasser!!!

Grosser Farn

Plantagen mit Mango

Wellige Strasse ins Ungewisse

Vrenis Llieblingstiere

Benzin braucht der Toyota auch immer wieder!!

8. April 2011

Gestern sind wir im strömenden Regen zurück an die Küste gefahren. In Port Douglas haben wir ein schönes, luxuriöses Motel gefunden. Für Au-Verhältnisse zu einem erstaunlich günstigen Preis. Hier am Pazifik ist alles wieder auf „Touris“ eingerichtet. Die Leute klagen, dass heuer weniger Touristen kommen, wegen dem Cyclone und der Flut. Ausser ein paar versprengten CH’ler kommt niemand her. Die Neuseeländer und Japaner sind beschäftigt mit der Bewältigung ihrer Erdbeben und die „Aussie’s“ kommen nicht wegen dem Cyclone und den Floods. Darum haben wir in den Beizen immer viel Platz oder sind sogar ganz alleine!

Wir bleiben so lange in Port Douglas bis sich der starke Wind gelegt hat und wir auf das Barrier-Reef hinaus fahren können. Auch ist nochmals ein Ausflug in den Regenwald, Daintree Nationalpark geplant.

Eines der letzten Animals in freier Natur, welches uns noch gefehlt hat, haben wir jetzt auch noch gesichtet. Eine ziemlich lange Schlange hat unseren Weg gekreuzt. Ob es eine „venomous snake“ war wissen wir nicht, da wir ihre Augen nicht aus der Nähe betrachten konnten. Von den zehn giftigsten Schlangen auf der Erde, leben deren sechs hier in Australien!!!!

Leider ist auch noch ein weniger nettes E-Mail von der Polizei in unsrer Mailbox gelandet. Irgendwo im weiten Outback muss ich wohl zu schnell unterwegs gewesen sein. Das kann ich selber kaum glauben!!! Ich gelte ja zu Hause als „lahmarschiger Driver“ und werde stets mit meinem Volvo von den anderen Verkehrsteilnehmern überholt. Ich werde den „Penalty“ wohl oder übel bezahlen müssen. Sonst lassen die mich womöglich nicht mehr ausreisen. Betrachte die Busse als Donation für die Cyclone-Wiederaufbau Hilfe. Nach dem Motto: Jeden Tag eine gut Tat!

Die Schäden sind wirklich sehr schlimm. Besonders der Regenwaldgürtel hat stark darunter gelitten. Auch steht das Wasser noch überall in den Kulturen. Vor allem die Bananen Plantagen haben grossen Schaden genommen unter dieser Nässe.

 

So, jetzt ab ins Bett. Morgen fahren wir nochmals in den Regenwald um Krokodile zu suchen. Hier in der Gegend sollte es viele davon geben, wenn man den Werbeprospekten glauben darf.

d.g.B.

Mutter auch mit Zwillingen am Strassenrand

Echse kaum zu entdecken weil sie dieselbe Farbe hat wie die Umgebung

Grosser Schmetterling blau, sitzt auf gelber Blume

Palme im Regenwald

Bizarrer Baumstamm mit d.g.B.

Teeplantage

Rainforest im Daintree-Nationolpark

Skurile Warnschildtafel im Niemandsland

Kein Durchkommen mehr für uns nach 95km Wegstrecke, das heisst wieder zurückfahren!!!!

Das Wasser ist für Offroader noch passierbar

Vreni auf Krokodil-watching, sehr nahe am Flussufer

Kroko verdächtiges Gewässer

Altes Vulkangebirge

10. April 2011

Seit drei Tagen leben wir nun in einem noch günstigen Best-Western Motel in Port Douglas. Das ist 75km von Cairns entfernt.

Das Motel wird von einem pens. Ehepaar aus Neuseeland geführt. Die beiden kümmern sich rührend um uns, wir sind beinahe die einzigen Gäste hier. Die

Gäste blieben aus, wegen dem schlechten Wetter. Die Hotel/Motel Besitzer

erwarten auf Ostern einen Gäste Ansturm.

Röbi und ich könnten uns sehr gut vorstellen, dieses Guesthouse zu führen, wenn Jim und Emmy zurück in ihre Heimat nach Neuseeland gehen. Das Motel verfügt über nur 24 Zimmer, man könnte noch Frühstück haben. Es ist sehr sauber und gepflegt. (siehe Foto).

 

Von hier aus können wir viel unternehmen.

Schon zwei Mal waren wir im Regenwald. Trotz Anti-Brumm total verstochen, aber sehr eindrücklich.

Wir montierten heute Sonntag nochmals die Trekkingschuhe und marschierten los durch den Rainforest. Keine Leute, nur Vogelgezwitscher und unbekannte Laute von Tieren die wir nicht sehen konnten.

 

Da kam uns ein junges Paar mit ihrem Vater entgegen. Sie grüssten uns und hatten Plastiktaschen mit ihren Badehosen dabei. Ich fragte Röbi noch, wo wollen die denn baden?

Überall am Daintree River sind Warnschilder aufgestellt, dass man wegen dem Hochwasser und Krokodils das baden unterlassen sollte.

 

So, marschierten Röbi und ich den Walking-Drive, etwa 4km bis wir zu einem schönen Lookout kamen.

Was entdeckte ich da, als ich zum Fluss hinunter schaute???

In der Mitte vom tosenden River, sah ich diese junge Frau im Wasser stehen, die wir vor 1.5 Std. mit Badetaschen angetroffen hatten.

Ihr Partner und der ältere Herr standen bis zu den Hüften im Wasser am Uferrand. Sie riefen uns etwas zu, winkten…ich sagte zu Röbi, da stimme doch etwas nicht. Die Frau, mitten im Fluss stehend, die sich mit beiden Händen an einem Fels festhält und sich nicht vom Fleck rührt.

Röbi tat das als Bagatelle ab und wir liefen weg.

Plötzlich rannten eine Parkwächterin und zwei Guides an uns vorbei.

Jemand hatte also vor uns schon Hilfe angefordert.

Da dämmerte es mir, dass tatsächlich jemand Hilfe brauchte und ich zeigte diesen Leuten den Weg durch den Urwald zu der Unglücksstelle und sagte denen, „please, hurry up, the women needs jour help“.

 

Die Frau stand sicher schon länger als 1.5 Stunden reglos im tosenden Wasser. Man konnte ihr nichts zurufen, es war viel zu laut vom „tobenden“ Fluss.

Ich blieb stehen und konnte aber auch nicht helfen. Röbi ging zum Auto zurück.

 

Nach langer Zeit kamen ein paar Feuerwehrmänner daher gerannt. Aber auch sie hatten kein Seil mit dabei, gar nichts, ausser dem Funkgerät.

Dann kam ein Mann von der Küstenwache, schlüpfte gemächlich in den Neopren Anzug, setzte Helm auf und versuchte zu der Frau im Fluss zu gelangen.

Er konnte auch nicht helfen, die Strömung war einfach zu stark.

Röbi kam nach einer halben Stunde wieder zu mir zurück und konnte kaum glauben, dass die Frau immer noch im kalten Wasser stand.

In der Zwischenzeit, waren drei Feuerwehrauto, eine Ambulanz und die Polizei da. Die Frau stand immer noch im Wasser.

Mittlerweile gegen beinahe 2.5 Std.

Wir verliessen dann den Ort, denn es dauerte uns zu lange. Ich regte mich so auf über diese „Helfer“.

Hätte die Frau die Kraft verlassen um sich weiter festhalten zu können, hätte die Strömung sie mitgerissen.

 

Wir erzählten den Vorfall unserem Motelbesitzer.

Er sagte uns, dass das immer wieder vorkomme, die Leute unterschätzen den Fluss.

Am andern Tag telefonierte unser Motelbesitzer der Polizei um nach zu fragen, ob die Frau überlebt hätte. Der Polizist meinte nur, wenn dem so wäre, hätten wir das in der Zeitung gelesen. Er glaube schon, dass alles gut ausgegangen war.

Diese drei hätten auf alle Fälle die Ferien hier abgebrochen und wären nach Hause gefahren.

 

Wo bleibt da die REGA???

 

Wir sind froh, nie in einer solchen misslichen Lage geraten zu sein. Die Hilfe hier lässt zu Wünschen übrig!!!

V.M.

Farn wächst im Regenwald auf den Bäumen

Regenwald

Junge Frau im River

Dieselbe Frau wartend auf rettende Hilfe

Feuerwehr, Ambulanz und Polizei-Fahrzeuge für die Rettung der Frau

d.g.B. alleine im Regenwald stehend

Auf der Fähre in den Regenwald

Unser Motel von aussen in Port Douglas

Schalfzimmer im selben Motel

Regenwald

Alter Baum im Regenwald

Stimmungsbild im Regenwald

Barramundi im Teller for Diner den wir genüsslich verspeisten

11. April 2011

Wir sind in Port Douglas recht heimisch geworden. Die Sonne ist wieder zurück und der blaue Himmel färbt das Meer, so wie es sich der Tourist wünscht. Deshalb haben wir den Entschluss gefasst heute aufs Barrier Reef hinaus zu fahren. Dieses Gebiet liegt etwa 100 km östlich im Ocean draussen. Mit einem Katamaranboot (400 Personen waren drauf) fuhren wir in Richtung der dort verankerten Plattform.

Diejenigen die sich getrauten, bekamen eine Schnorchelausrüstung um im Reef eigenständig herumzuschwimmen um die Unterwasser Welt bestaunen zu können. Die Tour war gut organisiert und unter den vielen Asiaten waren wir die einzigen hellhäutigen „Touris“. Das Wasser im Reef war sehr warm und ich blieb solange im

Nass, bis sich kleine Schwimmhäute zwischen meinen Fingern ansetzten.

Am Abend kehrten wir etwas müde in unser nettes Motel, dem Lazy Lizart zurück.

Am nächsten Tag wollten wir noch einen zweiten Besuch im Regenwald absolvieren. Wir gingen nochmals in die Schlucht zurück, wo zwei Tage zuvor die Touristin im tosenden Bach auf ihre Rettung ausharren musste. Wir fanden sie nicht mehr dort und es war auch kein Kreuz gepflanzt. Also gehen wir davon aus, dass sie den Zwischenfall überlebt hat.

Jetzt noch eine Geschichte welche bei uns in CH so nicht geschehen könnte. Lotti, unsere liebe Kollegin aus Bollodingen, würde sagen: das sei jetzt wirklich eine „bägguhäärige“ (Emmentaler-Redewendung) Geschichte.

Aus der Lokalzeitung konnten wir folgende Story entnehmen.

Das Angeln ist hier ein beliebtes Hobby. In der Nähe von Port Douglas ging ein junger Miner (Kohle-Bergmann) nach Feierabend am Flussufer seiner Freizeitbeschäftigung nach. Als Miner ist er verpflichtet, bei seiner beruflichen Tätigkeit Schuhe mit Schutzkappen zu tragen. Weil er direkt von der Arbeit angeln ging, hatte er diese noch angezogen. Eigentlich hier in Au eine seltene Ausnahme, da ansonsten alle „Aussies“ nur mit Flip-Flop an den Füssen herumrennen.

Plötzlich griff ein Krokodil aus dem Fluss kommend den Fischer an und packte ihn am Fuss und wollte ihn ins Wasser ziehen.

Da anscheinend die Krokodilzähne die Stahlkappen nicht durchdrangen, konnte sich der Miner solange wehren, bis eine sich in der Nähe aufhaltende Frau das Reptil mit Steinwürfen vertreiben konnte.

Unsere Fischer in Villnachern haben es da pflegeleichter. Sie werden am Aareufer höchstens von einem vorbei schwimmenden friedlichen Biber abgelenkt.

Der verletzte Guy liegt zurzeit traumatisiert mit einem von unten perforierten Fuss und Schürfverletzungen im Spital in Cairns.

Als wir den Bericht gelesen hatten, lief es uns kalt den Rücken herunter. Waren wir doch Tags zuvor am selben Ufer unterwegs. Natürlich ohne Stahlkappenschuhe an den Füssen!!!. Schlussendlich pflegen wir hier ja unser Timeout und für diese Tätigkeit sind Arbeitschuhe mit Aufprallschutz nicht gefordert.

Das „Tropical North Queensland“ ist immer für eine Überraschung gut.

Bezüglich einer Annäherung zur Aussie-Kultur haben wir Fortschritte gemacht. Vreni und ich putzen jetzt auch schon beim Dinner locker einen 7.5 dl Chardonnay herunter, ohne mit der Wimper zu zucken.

d.g.B.

 

 

Korallen im Barrier Reef

d.g.B. am Schnorcheln im Haifischbecken

Fische aller Farben und Grössen

Schaumkronen vom Katamaran

Röbi der Froschmann

Unser Transportschiff das uns zum Reef schipperte

13. April 2011

So, nun sind wir wieder in der Zivilisation angekommen und können Bericht erstatten.

 

Mit Wehmut mussten wir nach fünf Tagen unser Motel in Port Douglas und das Besitzerpaar, Jim und Penny, verlassen. Es gab sogar ein paar Tränen!

Wir haben den beiden versprochen, sie einmal in Neuseeland, (von wo sie stammen), zu besuchen. In etwa 2-3 Jahren werden sie dorthin zurückkehren.

 

Da wir im Tableland schlechtes Wetter hatten, beschlossen wir spontan nochmals dorthin ins Outback zu fahren, bevor es nach Cairns, unsere letzte „Station in Au“ geht.

 

Jim empfahl uns etwas ganz verrücktes, sehr spezielles auszukundschaften.

„Ganz klar, das werden wir machen“!!!

 

Nach etwa 260 km kamen wir an den besagten Ort, Undara Nationalpark an.

Ich war die letzten Kilometer gefahren, als wir plötzlich bedeckten Himmel sahen, obwohl es wolkenlos blau war und mitten am Tag. „Da stimmt doch etwas nicht“, dachten wir. Am Geruch merkte man dann bald, dass wir vermutlich mitten in ein Bushfire geraten waren. Rings um uns nur noch grau. Alles war voller Rauch.

Ich verlangsamte sofort das Tempo, wir waren ganz alleine, kein Auto…keine Feuerwehr, einfach nichts.

Wir konnten aber auch nirgends ein Feuer entdecken. Röbi meinte, wir können rasch wenden, wenn es wirklich gefährlich werden sollte.

Nach etwa einer halben Stunde Fahrt waren wir aus der Gefahrenzone heraus.

So kamen wir unbeschadet im „Busch Motel“ an. An der Reception erklärten sie uns, dass in diesem Gebiet vorsorglich Schneisen in den Wald gebrannt werden, um später die richtigen Bushfire besser eindämmen zu können. Es bestehe also für die Gäste hier keine Gefahr.

 

Wir buchten also eine Übernachtung. Zur Auswahl standen ein Zeltlager unter freiem Himmel, oder ausrangierte Bahnwagen zum schlafen zur Verfügung. Wir entschlossen uns für den Wagen, sind diese doch noch etwas sicherer geschützt vor den wilden Tieren.

Die ganze Anlage war aber noch recht originell eingerichtet. Es hatte sogar einen Salzwasser Pool.

 

Zum Dinner gab es Fisch, Känguru, Krokodil, Emu oder Poulet zum essen

….also, was will man mehr. Der Mut fehlte uns aber ein Känguru- oder Krokodilfilet zu bestellen.

 

Man konnte Führungen buchen um in vulkanische Höhlen zu gelangen.

Röbi und ich machten aber auf eigene Faust einen Bushwalk. Es war sehr heiss und viele Mücken schwirrten um unsere Köpfe. Trotz Spray wurden wir total verstochen.

Müde, aber zufrieden genossen wir nach dem Marsch ein Bad im Pool.

 

Mit einem Pouletschnitzel und Fisch, dazu natürlich eine Flasche Shriaz, damit wir auch schlafen konnten, rundeten wir in der Wildnis das Tagesprogramm ab.

Um 21 Uhr war Lichterlöschen. Auf das WC musste man in der Nacht mit der Lampe bis zum nächsten Eisenbahnwagen tappen, vorbei an weidenden Kängurus, Fledermäusen und Spinnen.

Trotz all den natürlichen Geräuschen verbrachten wir eine sehr gute Nacht.

 

Am Morgen nach einem gratis Kaffe ging es zurück Richtung Cairns.

Ich war doch froh, die nächste Nacht wieder in einem Motel verbringen zu können.

 

Wir bleiben nun hier in Cairns, bis am Montag der Flug nach Bangkok geht.

Von Thailand melden wir uns dann wieder.

V.M.

Fahrt in das etwas  unheimliche Bushfire

Der Verpflegungsraum im Outback unter dem Zeltdach

Das grosse Kängi vor der Zimmertüre

Unsere Betten im Schlafwagen

Der Wegweiser zur Unterkunft

Garaniert kein Internetaccess möglich hier in Downunder

Im Frühling git es auch hier diese ekligen Biester

Ein letztes Mal zum abgewöhnen die Weite im Outback

Das Hundi wird schon winterfest gemacht. Hat ein neues Mänteli bekommen

 

 

 

Wieder mehr Komfort in der Zivilsation

Rote Erde im Vulkangebirge

Zu ehren d.g.B. haben sie eine Strasse nach seinem Namen benannt. Wirklich nett von den Aussies

18. April 2011

So nun neigt sich unser Timeout in Au schon dem Ende entgegen. Abschliessend noch einige Gedanken zu unserer schönen Zeit im Gastland.

Die Aussis sind zwar in einer für uns abgelegen Ecke auf dem Globus daheim. Sie sind aber im Geiste nahe bei uns Europäern. Jedenfalls, wenn sie uns fragten woher wir kommen, wurden wir nie mit den Schweden verwechselt. Da sind sie einer anderen, grossen Nation weit voraus. Auch wissen sie genau Bescheid über die beiden netten Freunde, den Muammar und den Silvio. Sie meinten man soll die beiden Guys auf doch auf St. Helena verfrachten. Da war ja auch schon ein kleinwüchsiger Despot zuhause. So könnte der Eine seine Handgranaten in den Atlantik werfen und es täte niemanden Schaden. Der Andere könnte sich mit den jungen Girls aus den Maghreb-Staaten vergnügen und es würde sich kaum jemand daran stören. Immerhin 2000km vom afrikanischen Festland entfernt wären sie gut versorgt und die Welt könnte sich um die anderen, dringenden Probleme kümmern. Noch eine Anmerkung zum Distanzverständins der Aussies. Für die ist Tripolis gerade mal „next Town to Rome“. Entspricht hier in etwa der Kurzdistanz von Canberra nach Brisbane, krass!!

So nun noch ein weiterer Eindruck, welcher mir in Erinnerung bleiben wird. Als Freizeitbanker habe ich mich natürlich auch für das Finanzwesen in Au interessiert. Hier eine kleine, nette Geschichte:

Im Outback haben wir in einem Motel mit Restaurant übernachtet. Dort stand der Bankomat neben einem Klavier, kundenfreundlich, direkt neben der Theke. Der Beizenbesucher brauchte sich nicht einmal vom Barkhocker zu erheben, um seine Bugs aus dem Slot entnehmen zu können. (siehe Foto). Da die Gemeinde (300 Einwohner) 300 km von der nächsten Stadt entfernt lag, hat sich natürlich auch kein Banker bereit erklärt, in diesem Nest die Bankgeschäfte zu erledigen. Also musste der Wirt, notgedrungen in Personalunion, auch noch den Banker spielen. Und so läuft das Finanzgeschäft in etwa ab. Der Kunde an der Theke entnimmt dem Bankomaten die $, bezahlt damit seine Konsumationen im Restaurant. Der Wirt füttert mit denselben Nötlis wieder den Bankomaten in seiner Beiz und der Finanzloop kann wieder von vorne beginnen. Da könnten selbst die sattelfestesten HSG’ler, bezüglich Geldwirtschaft in der Wirtschaft, noch etwas dazu lernen ! Als ich den Wirt nach seiner Zinsmarge und dem Cost-Income-Ratio aushorchen wollte, zwei äusserst wichtige Kenngrössen im Bankenwesen, wich er vom Thema ab und fing an etwas über Kängurus, Wombats und giftige Schlangen zu erzählen. Da unterscheiden sich die Banker auf der südlichen Hemisphäre kaum von denjenigen bei uns. Ein gestandener Banker lässt sich auch hier nicht gerne in die Karten schauen.

Ein weiters Erlebnis für uns waren die vielen Truck-driver, welche uns auf den Autofahrten begegnet sind. In Au sind beinahe alle Hyw nicht richtungsgetrennt. Wenn so ein15 Achsen-Road-train auf der Gegenfarbahn daher gebraust kommt, macht das schon mächtig Eindruck. Die haben ihren Cruise haargenau auf 110 km/h programmiert und das kann zusammen mit der Masse dieser Fahrzeuge schon unangenehme Gefühle wecken. Doch auf unserer langen Fahrten haben wir nie einen Truckunfall beobachten können. Eine grosse Annerkennung an diesen Berufstand unsererseits. Die Truck-Fahrer hier beherrschen ihr Handwerk.

Auch dem Girl im Navi sind wir zu grossem Dank verpflichtet. Sie hatte es nicht immer leicht mit uns. Auf den langen Fahrten, wenn sie nicht viel zu tun hatte, versuchte ich ihr ein paar Brocken „berndeutsch“ bei zu bringen. Zum Beispiel. “so „jetz söusch eis süüferlich cheere, du fahrsch i di fauschi richtig“. Aber ich konnte bei ihr nichts ausrichten. Sie blieb stur bei ihrer Hochsprache, „bitte wenden“, „bitte wenden“.

So nun müssen wir unseren Toyota zur Rent a Car-Station zurück bringen. Das Fahrzeug hat keine einzige Beule abbekommen!!!. Das ist nicht so selbstverständlich (bei über 11.000 km), hatten wir doch mehrere brenzlige Situationen zu meistern. Aber die „Aussies“ sind sehr tolerante Verkehrsteilnehmer und haben unsere Fahrfehler meistens ohne zu motzen akzeptiert. Sie haben uns sogar geholfen, damit wir unsere Fahrt auf der richtigen Strassenseite wieder fortsetzen konnten.

So jetzt fertig berichtet.

Das Flugzeug nach Singapore wartet und wir müssen einsteigen. Sonst bleiben wir in Au hängen, was eigentlich auch kein so schlechtes Unterfangen wäre!!!!

d.g.B.

Bankomat, kundenfreundlich platziert in der Beiz

Truck-driver beim Leanen der Compression Breaks. In Au steuert der Trucker in kurzen Hosen, T-Shirt und Flip-Flop an den Füssen sein Lastwägeli!

Das letzte four X Gold in Au. Huuuch und Heul !!!!

Das Fahrzeug haben wir wie aus dem "Truckli" wieder abgeben können.

19. April 2011

So nun sind wir bereit für den Weiterflug nach Thailand. Die Reise geht über Darwin nach Singapore. Dank dem guten Tipp von meinem Arbeitskollegen Thomas N. kann ich mit meinem Mobilephone kontrollieren, ob der Captain noch nüchtern ist und das GPS richtig programmiert hat. Hawaii als Destination wäre zwar auch nicht schlecht, aber ob der Fuel on Board reicht ist fraglich. Zwischen Cairns und Honolulu gibt es nichts als Wasser.

Wir erreichten sicher und pünktlich Singapore. Dank einem guten Hinweis von meinem Namensvetter Röbi Ch. buchten wir ein Hotelzimmer gerade im Flughafengelände (Transithotel). Leider hatten wir dort keinen Zugriff auf unsere Koffer. Ohne Pyjama und Zahnbürste bezogen wir das fensterlose Zimmer. Wir kamen uns vor wie Sträflinge auf dem Thorberg im Krauchthal. Am nächsten Morgen, ohne richtige Toilette gemacht zu haben, durchstreiften wir die Duty free Zone mit den Parfümerie Geschäften. Da probierten wir einige wohlriechende Parfumes aus, damit die Mitpassagiere uns besser ertragen konnten. Auf neudeutsch heisst das, sich „amerikanisch“ waschen.

Danach mussten wir den Zollbereich verlassen, die Koffer abholen, um gleich wieder einchecken zu können. Das nette Girl am Schalter teilte uns aber mit, dass der Flieger overbooked sei und im Nachsatz etwas von „upgrading“. Vreni startete gerade mit dem „mötzzeln“, wegen der Überbuchung, da konnte ich sie im letzten Moment zurückhalten. Da wir wieder in Asien sind, wird hier das weise Wort des Mannes noch respektiert!. Ich fragte die Ground-Hostess, was sie denn unter upgrading verstehe? Easy, sie würde uns kurzerhand wegen zuwenig Platz in der Holzklasse, in die Business-Class verpflanzen. Das tönt zwar gut, aber es gäbe da noch ein anderes Problem zu lösen. In meinem „Outback Outfit“ könne sie mich nicht vorne im Flugzeug platzieren, wegen den Buisness-Passagieren. Ich entgegnete ihr: „das Problem ist für mich lösbar“. Irgendwo in meinem Koffer liegt noch ein Hugo Boss Hemd und auch eine saubere Pierre Gardin-Hose. Wir nahmen den Koffer wieder vom Band und öffneten ihn um die Utensilien rauszunehmen. Dann verschwand ich auf der Toilette zum umziehen. Nach dem Tenuewechsel erschien ich vor dem Cathay-Pacific-Girl wieder zum Dress-Stress-Test, welcher ich mit Bravour bestand.

Im Flugzeug dann genossen Vreni und ich den tollen Service. Essen mit Porzellangeschirr, dazu jede Menge Cüpplis und Wein. Das ist ein wunderbares Reisegefühl. Nur der für meinen Geschmack zu arrogante chin. Buisnessman, mit seiner Rolex am Handgelenk, ging mir etwas auf die Nerven. Andauernd schikanierte er die netten Flugbegleiterinnen. Dafür musste er aber bei jedem Wunsch den er orderte, gleich seine Kreditkarte zücken.

Der Captain, eine zierliche Dame, nahm den A-330 fadengerade von der Piste auf und setzte den Vogel auch sanft in Bangkok wieder auf den Boden. Leider dauerte der Flug nur gerade mal anderthalb Stunden. Für uns, bei diesem Service, eindeutig zu kurz!

Nach einer 20 Min. Taxifahrt erreichten wir unser Hotel Narai mitten in Bangkok.

Der Übergang vom Outback in Australien direkt in die 12 Mio.City war für uns mehr als happig.

d.g.B.

Der Flugweg, Vetrauen ist gut, Kontrolle ist besser!

Vreni im Hotel "Bunker Singapore"

R. vorher

R. und nachher

Vreni relaxt in der Businesscl.

Die Verpflegung wie es sich gehört für anständige Reisende

Der Flug nordwärts nach Bangkok

 

21.- 24. April 2011

 

Pünktlich, am Donnerstag, 21.4. um 6 Uhr wurden wir im Hotel in Bangkok, mit einem grossen Car abgeholt. Wir waren die ersten Gäste beim einchecken für die River Kwai Tour.

Mehr als zwei Stunden brauchten wir, bis alle 27 Passagiere von den 4* und 5* Hotels im Car sassen. Dass die Leute auch nie pünktlich sein können!!!

Im dichten Morgenverkehr durch Bangkok ging es Richtung Nordwesten zur Brücke am River Kwai. Heute besteht dieser Teil der Brücke aus Stahl.

Wir besuchten ebenfalls den Soldaten Friedhof, sehr eindrücklich, danach noch ein Museum. Dort erklärten sie uns bildlich den Bau der Brücke unter elenden Bedingungen. Dabei kamen mehr als 7000 Männer ums Leben.

 

Um die Mittagszeit wurden wir Passagiere auf verschiedene Boote verteilt. Die Einen fuhren zu feudalen Hotels am River Kwai und der kleinere Teil, darunter auch wir zwei, mit weiteren Personen, zu den Jungle-Rafts auf dem River. Das sind kleine Häuser, gebaut auf Schwimmer mitten im Fluss. Es gibt keinen Strom, nur Petroleumlampen und kaltes Wasser zum Duschen. Die Zähne darf man nur mit Springwater putzen.

Eine Bambusbrücke führte zu dem Festland, wo die „Bon-Peoples“, einheimische Bewohner, daheim sind. Es leben nur etwa 100 Personen dort.

Nach der originellen, nassen Bootsfahrt, gab es auf dem Raft einen Lunch (Reis mit Poulet) und wir konnten danach die Zimmer beziehen. Dann ging es bald weiter auf der Ladebrücke eines Trucks sitzend, durch die kahle, schwülheisse Gegend zum zweiten Museum. Wir konnten uns einen Film ansehen vom Bau der Brücke. Danach marschierten wir ca. 4 km, durch den „Hel Fire Pass“, einen Teil der berühmt-brüchtigten Bahnstrecke entlang die Richtung Burma führte. Nur etwa 40 km waren wir von diesem diktatorischen Land entfernt, dort wird man als normaler Tourist aber nicht reingelassen. (Visapflicht)

 

Sehr eindrücklich, wie die Mineure diese Schluchten ausgehämmert hatten um die Geleise zu verlegen. Diese Strecke ist heute aber nicht mehr befahrbar.

Gegen Abend ging es wieder zurück zu den Rafts. Einen „herrlichen Schwumm“ im warmen River umgeben von mitschwimmendem WC Papier, (alle Fäkalien laufen in den Fluss) mit Lifewest ausgerüstet, denn die Fluss-Strömung ist sehr stark.

Dann gab es Dinner, abermals Reis…. und wir sahen einen originalen Thai Tanz (Foto) mit dieser speziellen, klassischen Musik.

Um 10.30 Uhr das Moskitonetz montieren und wir fielen todmüde, mit vielen überwältigenden Eindrücken in den Schlaf. Plötzlich erwachten wir…was war denn das….alles schaukelte…..klar, wenn Boote Leute bringen oder wegfuhren, schaukelte die ganze Anlage wegen den Wellen. Im Schlaf muss man sich erst wieder orientieren wo man überhaupt ist.

Ein Gast brauchte sogar Medikamente, er wurde „seekrank“!!!

Wir verbrachten, trotz surrenden Moskitos eine gute, traumlose Nacht.

Nach dem Frühstück besuchten wir die Dorfschule, in freier Natur, sowie den kleinen Markt auf dem Festland. Danach ritten wir auf dem Rücken der Elefanten durch den Busch. Hei…wie das schaukelte….was man von da oben herab so alles sah!!!!

Zurück beim Raft gab es Lunch. (natürlich Reis). Den Nachmittag hatten wir zur freien Verfügung.

Wir lernten ein Ehepaar aus Australien, eine alleinreisende Frau aus Cairns (Au) und ebenfalls eine allein reisende, dunkelhäutige Frau aus Amsterdam (NL) kennen. Wir sechs Personen hatten es sehr gut miteinander und es entwickelte sich eine nette Freundschaft.

So lagen wir in den Hängematten, plauderten oder nahmen ein Bad im River Kwai.

Mir wurde plötzlich auch übel, aber vom schaukeln in der Hängmatte.

Nach dem Dinner sassen wir alle noch beisammen und lernten weitere, neue Gäste kennen. Ein Mann kam sogar aus Bern.

Bald gingen wir in unsere Wohneinheiten zum schlafen. Die Oel Lampen durften wir nicht mit ins Zimmer nehmen. Brandgefahr, denn alles ist aus Bambus und das Dach aus Schilfmatten gebaut.

Ich holte im dunkeln mein Necessaire vom Gestell und wollte die Zähne putzen. Plötzlich krabbelte mir etwas über meine Hand. Ich schrie…holte die Lampe von draussen und traute meinen Augen kaum. Das ganze Necessaire war voller Kakerlaken. Die kamen sogar aus den aufgeweichten Medikamentenschachteln heraus. So kippte ich alles auf den Bretterboden und diese gruseligen Viecher verzogen sich. Dann Zähne putzen, Augen zu und schlafen. „Das sind eben die Tropen“, würde nun Anita W. sagen, „gell“???

 

Am dritten Tag nach dem Frühstück mussten wir leider schon wieder auschecken.

Per Boot ging es zurück aufs Festland. Mit dem Car weiter zum Bahnhof der öffentlichen Bahnverbindung für die einheimischen Bewohner. Mit dem alten Zug, dritter Klasse, durften alle Passagiere drei Stationen mitfahren, natürlich über die originale River Kwai Brücke, aus Holz, diejenige, die ja verfilmt wurde.

Hei war das ein „Gerumpel“ mit diesem Zug und heiss war das mit so vielen Menschen die auch mitfuhren.

Dann endlich kam die Brücke und es ging los mit dem „geknatter“ der Fotoapparate und Video-Kameras.

Bei der Endstation gab es nochmals einen Lunch, (wieder Reis).

Auf der Rückfahrt nach Bangkok kamen wir in einen heftigen Monsun Regen. Der Car kam kaum vorwärts. Die Passagiere wurden nahe der Stadt auf kleinere Busse umgeladen, da unser Bus zu viel Zeit brauchte um alle Leute in den verschiedenen Hotels abzuladen. Todmüde, nach einer feinen, warmen Dusche, fielen wir mit sehr vielen, eindrücklichen Erlebnissen und netten Bekanntschaften ins wohlige Bett.

V.M.

Brücke River Kwai

Brücke und g.B.

Luxushotel am River

WC und Dusche im Rafts

Schalfpritsche mit Moskitonetz

Auf dem Flussboot mit Speed

Unser bescheidenes Logis auf dem Fluss

Tanz, aufgeführt von schönen Thai-Frauen

Unsere internatinalen Mitbewohner auf dem Raft

Vreni und Röbi auf dem Rücken des Elefanten

d.g.B. schwimmt mit Lifewest im River

Verlassene Hängmatte bei strömendem Regen

Feines Frühstück auf der Terasse des Rafts

Bambusbrücke zum Festland

Auf dem Heimweg vom River Kwai gerieten wir in einen Monsunregen

Der Schuluntericht im Busch

25. April 2011

Als wir in Bangkok das Hotel Narai, in der City bezogen hatten, entschlossen wir uns, eine geführte Stadtbesichtigung und Tempeltour zu machen. Alleine sich hier zu recht zu finden war schier unmöglich.

Bangkok zählt ca. 12 Millionen Einwohner. Ihr könnt euch nicht vorstellen was für ein Verkehrchaos und wie viele Menschen sich in einer solchen Stadt bewegen. Die Strasse zu überqueren, nirgends eine Ampel für Fussgänger, war beinahe lebensgefährlich.

An der Hotelreception, erwartete uns dann eine junge Frau und stellte sich als unseren Tour Guide vor. (wir glaubten Flor M. zu sehen).

Draussen stand ein Auto mit Chauffeur. Wir stiegen ein und dann ging es ab durch das Verkehrsgewühl zum ersten Stopp. Es war zum Glück heute nicht so heiss und leicht bewölkt.

Wir hielten irgendwo bei einem Strassenverkäufer an und mussten den Saft einer Kokosnussmilch trinken und das weisse Fruchtfleisch davon probieren.

Dann ging es weiter durch den Chinatown, an Märkten, Läden und Strassenhändlern vorbei. „Das ist das Leben von Bangkok“, meinte unsere lustige Begleiterin.

Riesige Hotels und Bankgebäude sahen wir und dazwischen fuhren die Tuck-Tuck (kleine Taxitöff).

Das Auto brachte uns nach einiger Zeit zum ersten Tempel.

In Bangkok alleine stehen etwa 400 davon, erklärte sie uns. Sie selber hätte vielleicht erst etwa 40 davon gesehen in ihrem Alter von 25 Jahren.

Als wir die Stufen zum ersten Tempel mit Buddha hochstiegen, Schuhe musste man ausziehen, war diese Goldfigur schon wahrlich eine Augenweide.

Es wurde uns in gutem Englisch, ohne das „r“ auszusprechen, einiges über den Buddhismus-Glauben, andere Religionen und eben Tempel und Stupa erzählt.

So fuhren wir von Tempel zu Tempel. Wir lernten den Montag….Dienstag…usw. Buddha kennen. Einmal mussten wir niederknien, ein Andermal warfen wir 1er Bath Münzen in Töpfe und es sollte aufgehen bis zum Schluss. Röbi hatte am Ende noch Münzen übrig und das war nicht so gut!!!

Bei einem anderen Tempel wurden wir noch gesegnet. Da sass ein Mönch im orangefarbenen Gewand. Wir knieten vor ihm auf den Boden. Er bespritzte uns mit Wasser und band ein Bumwoll-Bändchen um unser Handgelenk. Wir selber dürfen das nicht entfernen, es fällt dann irgendeinmal von alleine ab.

Dann eine grössere Note in den Topf und wir waren wieder entlassen.

 

Nach einem kleinen Lunch fragte uns die Begleiterin, ob wir mit einem Boot (wie in Venedig) eine Kanalfahrt machen wollten. Wir stimmten zu für dieses Abenteuer.

Als wir mit dem Kahn losfuhren, stotterte plötzlich mitten im Fluss der Bootsmotor. Er sprang einfach nicht mehr an. Da sassen wir nun und mussten geduldig warten, bis der Schiffsführer den Defekt behoben hatte. Unser Guide meinte nur, hier wisse sich jeder selber zu helfen, sei es beim Auto, Motorrad oder eben beim Boot. Siehe da, Schlauch weg, Wasser aus dem Fluss einfüllen und nach kurzer Zeit sprang der Motor wieder an. Wir setzten die Flussfahrt fort. Vorbei an alten, zerfallenen Hütten, Haufen von Abfall und stinkendem Wasser. Das also waren die „Häuser der Ärmsten“. Dennoch winkten sie uns zu und lächelten. Dann wurde die Fahrt wieder verlangsamt und eine alte, zahnlose Frau ruderte in einem alten, halb verrotteten Boot zu uns und bot Früchte, Cola und Einback (Süssbrot) an. Unsere Begleiterin kaufte ein Pack Brot und wir eine Cola. Dann ging es weiter flussaufwärts.

Vor lauter Gestank konnte ich kaum meine Cola trinken. Die ganzen Fäkalien dieser Stadt laufen in die Kanäle. Aber das kümmert ja niemanden. Zugleich entdeckten wir Frischwasser Leitungen…na… ja?!

Dann hielt das Boot abermals an. Unser Guide hinter uns sitzend sagte. „reisst nun das Brot auseinander und füttert die Fische damit“. Als wir den weichen Einback zerstückelt in den River warfen, brodelte das Wasser von grossen und kleinen Fischen. Hei….war das ein Schauspiel!!!

Dann kehrten wir zurück zum Bootssteg.

Wieder im Auto fuhren wir vor ein grosses Gebäude. Die lustige Führerin sagte zu uns: „so, hier könnt ihr eine Diamantenschleiferei besichtigen“. Aha,….da klingelte es bei uns….reiche Schweizer, die sollen kaufen!

Wir winkten ab und mussten ihr beibringen, dass wir daran kein Interesse haben.

Nach einigem verhandeln brachten sie uns doch wieder wohlbehalten zum Hotel zurück.

V.M.

Unser Guide, bei dieser Hitze natürlich mit Schirm, Thai dürfen nicht braun werden, helle Haut ist ein Statussymbol

Röbi und der Drachen schreien einander ins Gesicht

Wir zwei sitzen vor dem goldenen Buddha

Bangkok mit River

Hier schnappen die Fische nach dem Brot das wir ihnen füttern

Diese alte Frau im Boot verkaufte uns das Brot und die Cola

Goldener Buddha in voller Grösse

Wir mussten uns abermals davor ablichten lassen

Segnung durch den Mönch

Danach band er uns das Baumwollbänchen um das Handgelenk

Einwurf der 1er Bath Münzen in diese Töpfe

Schöne Stupa. Da drin werden die Urnen von Verstorbenen aufbewahrt

365 Buddha. Für jeden Tag einen.

Für alle Villnacherer, hier ist Marcel, genannt " auch Poschtmaese," unser ehem. gutmütiger "Pöschtler" den wir alle vermissen

Da zeigt er mir Thai Eistee

In einem Beizli wartend auf den Lunch, Puolet vom Grill

Röbi und Marcel an der Beach

Das Herz ist gedacht für Brautpaare, die in Thailand heiraten, mit blauem Meer im Hintergrund

Familie Frei, Marcel, Markus mit Brille, Thomas und Mutter Rosa, die gerade 80 Jahre alt wurde

Wir mit Marcel auf seiner Terasse. Unsere Töchter schenkten uns diese T-Shirt für die Reise

Marcel mit seiner Frau Somia

Marcels neues Daheim in Thailand

Das Restaurant von Somja

30. April 2011

 

Wir sind jetzt wieder im Hotel Narai in Bangkok angekommen.

Nun bleiben wir bis zum Heimflug hier und hängen noch ein wenig herum. Verbringen die Zeit mit Shoppen und im Hotelpool baden, bei 34° heissem Wetter.

 

Eine wunderbare Woche verbrachten wir in Bang Saphan Yai, etwa 400 km von Bangkok entfernt, direkt am Meer. Dort lebt seit acht Jahren unser ehemaliger Briefträger von Villnachern, Marcel Frei, „genannt auch Poschtmaese“, mit seiner Thai Frau und seiner Familie aus Holderbank.

Wir hegten schon lange die Absicht ihn in Thailand zu besuchen.

 

Mit dem Gepäck bestiegen wir in Bangkok das Hotel-eigene Taxi und wollten zum Busbahnhof fahren. Der Driver bot aber an, uns direkt nach Bang Saphan zu bringen, denn mit dem Bus bräuchten wir mehr als 6 Stunden. Seine Fahrt dauert nur 5 Stunden. Wir einigten uns auf einen Fahrtpreis von umgerechnet Fr.120.- Ganz klar, das Angebot nahmen wir an.

So setzten wir uns in eine komfortable, gekühlte Limousine und ab ging’s auf die lange Reise. Wir stoppten zwei Mal um Gas zu tanken. Der Driver erzählte uns einiges während der langen Fahrt über sein Leben und das Land.

Bei einem Strassenhändler kaufte er für uns frische Litchis.

 

Pünktlich wie versprochen kamen wir an und Marcel, unser Kollege, staunte nicht schlecht als wir im PW vorfuhren, statt im Bus.

Im Restaurant von Marcels Frau Somja, assen wir einen Teller Reis. Der Driver verabschiedete sich mit seiner Visitenkarte und meinte, er würde uns zum selben Preis in einer Woche wieder hier unten abholen. Das Angebot nahmen wir natürlich gerne an. Es hat ihm Spass gemacht, eine etwas weitere Fahrt zu machen, als nur vom Airport zum Hotel hin und her zu pendeln.

Er war ein korrekter Fahrer, wir hatten Glück und genossen das Reisen mit ihm.

 

Nach der Ankunft bezogen wir unser Hotelzimmer, in einem Ressort, welches ein Franzose aufgebaut hat. Es liegt direkt am Meer von Bang Saphan. Nur wenige Gäste logierten über die Ostertage hier. Von Frankreich aus können sie vermutlich günstige Arrangements buchen. Das Ressort ist aber sehr abgelegen. Es ist nicht Phuket oder Koh Samui, wo es viele, schöne Läden hat und die Post abgeht!!!

 

Röbi und ich genossen jeden Tag eine Thai- oder eine Oelmassage am Pool oder am Strand mit Meeresbrise. Das tat uns gut für Geist und Seele.

 

Eines Nachts erwachte ich plötzlich. Ich hatte das Gefühl, etwas laufe mir über mein Gesicht…es war aber nichts zu sehen. Nach einiger Zeit spürte ich etwas über die Beine krabbeln. Wie ein Pfeil schoss ich aus dem Bett, zündete das Licht an und glaubte ein Gecko sei von der Zimmerdecke gefallen. Es war viel schlimmer, ein grosser, schwarzer Käfer verschwand postwendend unter meinem Leintuch. Ich schrie, riss das Leintuch vom Bett, aber das „Viech“ war inzwischen verschwunden.

Ich brauchte sehr lange, um wieder einzuschlafen zu können.

Anderntags erzählte ich Marcel davon. Er lachte natürlich nur und meinte lakonisch:

„Vreni, en schwarze Käfer bringt dir Glöck im Läbe“.

 

Die Familie Frei musste seit ihrer Ankunft in Thailand schon mindestens 28 Schlangen im Haus und in der Umgebung des grossen Gartens „los werden“.

Voll krass!!!

 

Jeweils nach dem Frühstück holte uns Marcel mit seinem Pickup ab und zeigte uns wunderbare, menschenleere Sandstrände, Tempel, Land und Leute.

Mich beeindruckte diese Armut hier auf dem Lande. Die Leute leben von der Hand in den Mund und wohnen zum Teil in erbärmlichen Behausungen.

 

Am Abend assen wir dann Thai Food bei Somja und Marcel.

Seine Frau und er leben in einem schönen Haus gerade hinter dem Restaurant.

 

Nicht weit davon entfernt wohnen, seine 80 jährige Mutter und seine zwei Brüder.

Marcel holt sie zu den Essenszeiten zu sich, damit sie nicht selber kochen müssen.

Wir genossen die Zeit zusammen mit der Familie Frei.

Ganz herzlichen Dank für eure Gastfreundschaft.

 

Marcel geht es mit seiner Herzerkrankung recht gut hier unten, dank dem warmen und feuchten Klima.

 

In Bang Saphan lernten wir auch noch andere Schweizer kennen. Ein Ehepaar aus Lausanne, der Mann ist auch Herzkrank. Sie leben seit fünf Jahren hier.

Also, Marcel hat stetigen Kontakt mit seinen Landsleuten und so ist er in guter, heimatlicher Gesellschaft

 

Er und seine Familie freuen sich über jeden Besuch aus der Schweiz.

V.M.

Unser Taxidriver beim Kauf von Litchi

Röbi in der Thai Massage

Ein dressierter Affe beim pflücken der Kokosnüsse

Hier ist sein Herrchen, der Affe bekommt ein Läckerli nach guter Arbeit

Bang Saphan Yai, die Stadt wo Marcel zu Hause ist

Ein Schuhgeschäft in dieser Stadt

Stromverkabelungen in Thailand

"Geischterhüsli" das beinahe vor jedem Haus steht

Hier ist das Wartezimmer vom Arzt in Bang Saphan

Der Pool von unserem Hotel Coral in Bang Saphan

Hier der Frühstücksraum

Die Beach vom Hotel

Das Meer

Zimmer wo Röbi schlief

Mein Bett war das untere

Im Restaurant von Marcel und seiner Frau

Unser Mitbewohner im Zimmer

1. Mai 2011

Während unserer Reise durch Australien sind uns selten Schweizer begegnet. In Thailand ist das anders. Wir haben hier mehrere Landsleute aus verschiedenen

Kantonen kennen gelernt. Thailand scheint auch ein beliebtes Imigrationsland für Eidgenossen/innen zu sein. Das kann daran liegen, da hier der Lebensunterhalt für unsere Verhältnisse sehr günstig ist.

Zwei Begegnungen bleiben Vreni und d. g. B. noch eine zeitlang in Erinnerung.

Auf dem Jungle-Raft-Camp ist uns ein CH`ler mit einer netten Thai Lady beim Händchen halten begegnet. Der Typ hat uns erklärt, dass die Dame seine Ferienbekanntschaft sei. Vermutlich hat er das Girl bei einer „Rent a Girl for Holiday Agency“  gebucht. Der Altersunterschied war nach unserer Einschätzung ziemlich gross (Vater/Tochter-Differenz). Lover, in diesem Alterssegment müssen sicher eine Kurpackung VIAGRA im Koffer vorrätig haben, damit sie den geplanten Potenz-Marathon ohne Durchhänger bestreiten können.

Das alles ginge uns ja nichts an, doch unsere Au-Mitreisenden fragten uns aus nach dem Sexualverhalten der CH’ler. Das löste bei uns einen kleineren Erklärungsnotstand aus. In einer Fremdsprache, das pointiert zu erklären, ist nicht so easy. Der Typ wollte uns am Ende noch die Mär aufbinden, dass er einen Masterabschluss in Wirtschaft an der Uni Bern habe. Wir konnten das nicht recht glauben, da wir von Sabrina wissen, wie anstrengend so eine Ausbildung ist. Vielleicht sass er einmal auf einer Parkbank auf der Schanze und hat das Uni Gebäude von aussen gesehen. Sein Outfit mit kurzen Hosen, weissen Söcklis in schwarzen Halbschuhen, passte nicht so zu einem Mann von Welt. Dieser Swiss-Guy sprach denselben Dialekt wie ich ihn pflege und das hat mich dann schlussendlich noch gewaltig geärgert. Zum Glück konnten wir am nächsten Tag unsere Reise fortsetzen.

Im Süden von Thailand trafen wir einen Schweizer-Auswanderer. Er erzählte uns sofort und ungeniert seine ganze Lebensgeschichte. Als Frührentner hat er sich sein Pensionskassenkapital auszahlen lassen und lebt hier nun schon seit einigen Jahren in Thailand. Zwei Sachen hat er uns mit Stolz erklärt. Seine Thaifreundin bekomme jeden morgen mit einem kräftigen Händedruck zu spüren, wer durch den Tag im Hause der „Master“ sei. Das gehöre sich so und vereinfache das Zusammenleben.

Die Zweite Bemerkung betraf seinen Alkholkonsum. Am Morgen beginnt man die Zahnhygiene mit einem kräftigen Schluck Gin-Tonic aus der Flasche und vor dem Einschlafen benetzt man das „Halszäpfli“ mit dem gleichen Saft, damit es durch die Nacht auch angefeuchtet bleibt.

Der Thailändische Staat hat eine intelligente Regelung eingeführt. Bei der jährlichen Visa-Verlängerung muss der Antragssteller ein Bankkonto vorweisen, auf welchem ein Betrag von umgerechnet ca. 25'000 sFr. deponiert sein muss. Ansonsten wird das Visum nicht verlängert und der Auswanderer darf seine Heimreise antreten. Das Sprichwort hat seine Berechtigung: Erst in der Fremde lernt man die eigenen Landsleute richtig kennen!

Marcel sagte uns, dass sehr viele verantwortungsvolle Schweizer in Thailand leben, welche bestrebt sind, sich in die thailändische Kultur zu integrieren. Er und seine Familie leben dieses Model. Bravo Marcel!!! Du machst auch hier an der Wärme einen sehr guten Job. Bleib auf deinem eingeschlagenen Weg.

 

Nochmals ganz herzlichen Dank für deine Gastfreundschaft. Wir kommen gerne wieder einmal bei dir vorbei.

d.g.B.

Der liegende 20m lange Buddha

Bangkok 12. mio Einwohner, mit Sicht aus dem Hotelzimmer

Tuk-Tuk-Taxi

Tuk-Tuk-Taxi mit etwas Schräglage infolge des g.B.

Sonnenuntergang in Down Town Bangkok

Grosses Einkaufszentrum MBK Center

Einmal zur Abwechslung kein Reis auf dem Teller

8. April 2011

Mit vielen guten Erinnerungen im Gepäck, von denen wir noch lange zehren können, sind wir wieder in den Aargau zurückgekehrt.

Unsere drei Töchter haben während unserer langen Abwesenheit ihre Sache gut gemeistert und wir gehen davon aus, dass sie den Schritt ins Erwachsenendasein vollzogen haben. Das wirkt beruhigend.

Vreni träumt davon das Lazy Lizard Motel in Port Douglas (Au) zu übernehmen. Ich habe während der ganzen Reise durch Australien kein einziges Raiffeisenbank-Logo ausmachen können. Da wäre doch auch für mich noch etwas zum Werkeln. Jedenfalls das passende Gebäude hätte ich schon gefunden. (Foto) Schauen wir mal, vielleicht lassen sich ja Träume verwirklichen.

An dieser Stelle möchten wir uns nochmals bei allen herzlich bedanken für das Interesse an unserem Blog.

Vielleicht steht ja bei uns wieder einmal ein Reisli an………….

Ein Timeout ist gut, tut gut und erweitert den Horizont kolossal.

Jedenfalls können wir so eine Auszeit jedermann weiter empfehlen.

Tschüss und häbets guet.

 

V.M. und d.g.B.